"Graz 03" - Kulturhauptstadt Europas
Die europäischen Kulturhauptstädte sollen die Aufgabe übernehmen, Einheimischen wie Besuchern markante Merkmale der Stadt, der Region und des Landes näher zu bringen und Veranstaltungen zu fördern, bei denen Kulturschaffende aus anderen europäischen Städten einbezogen werden.
Unsere Vorgänger waren im Jahr 2001 Rotterdam (NL) und Porto (P) und im Jahr 2002 Brügge (B) und Salamanca (E).
Im Jahr 2004 trugen Lille (F) und Genua (I) und im Jahr 2005 Cork (IRL) den Titel "Kulturhauptstadt Europas".
eröffnungsfeier

Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas wurde von 09. bis 12. Jänner 2003 mit zahlreichen Veranstaltungen eröffnet: ein großes Straßenfest in der Innenstadt, zahlreiche Uraufführungen, Premieren und Ausstellungseröffnungen.
3sat (live) und der ORF übertrugen die Eröffnungs-Gala. Kinder besetzten das Rathaus. Gäste aus aller Welt waren nach Graz gekommen, um mitzufeiern.
hauptbahnhof

Im Rahmen der künstlerischen Gestaltung zentraler Ankunftsorte von Graz wurde auch der Grazer Hauptbahnhof bespielt.
Peter Koglers eindrucksvolle Intervention in der Eingangshalle schien die Wandflächen dreidimensional zu erweitern. Sie ist aufgrund des überaus positiven Echos auch über das Kulturhauptstadtjahr hinaus erhalten geblieben.
marienlift

Neben der Mariensäule inmitten der Grazer Altstadt beförderte 2003 ein gläserner, rund 18 Meter hoher Lift seine Fahrgäste bis auf die Augenhöhe der dort angebrachten Statue.
Damit werden die BenützerInnen nicht nur im wahrsten Sinn des Wortes auf eine Stufe mit der hoch über dem Platz schwebenden Madonna gestellt, es eröffnet sich ihnen auch eine noch nie gesehene Perspektive auf die Innenstadt.
schattenobjekt uhrturm

Der Uhrturm am Schloßberg erhielt einen dreidimensionalen Schatten. Durch eine Stahlkonstruktion "materialisierte" der junge steirische Künstler Markus Wilfling den Uhrturmschatten.
Dieser schwarze Doppelgänger stellte das Grazer Wahrzeichen noch stärker ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.
"latente utopien"

Welches sind die Bedürfnisse und Anforderungen, die die Gesellschaft der Zukunft an die Architektur und den Städtebau stellt?
Zaha Hadid und Patrik Schumacher präsentierten in ihrer Ausstellung im Rahmen des steirischen herbst 2002 im Landesmuseum Joanneum unterschiedliche Lösungsmodelle. Utopische Spekulationen, radikale Abstraktionen und neue Ideen - Architekturexperimente mit unbestimmtem Ausgang.
"graz art night"

Die "Land Art Light"-Aktion des französischen Künstlers Laurent Fachard fand im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas statt.
Ziel dieser künstlerischen Intervention war es, die Stadt Graz und ihr architektonisches Erbe durch Licht zur Geltung zu bringen.
"berg der erinnerungen"

Die Geschichte von Graz ist die Geschichte ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Daher wurde die Grazer Bevölkerung gebeten, ihre Erinnerungen zur Verfügung zu stellen, um sie in einer Ausstellung im Schloßbergstollen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
"der turmbau zu babel"

Eine Vorstellung von der Auseinandersetzung der Menschheit mit dem Ursprung und der Vielfalt von Sprache und Schrift gab die Großausstellung "Der Turmbau zu Babel" im Schloss Eggenberg.
In der vom Kunsthistorischen Museum Wien konzipierten Schau wurde die Thematik durch zahlreiche Kunstwerke sowie archäologische und völkerkundliche Exponate veranschaulicht.
"himmelschwer"

Graz - Gratia Plena! So beschrieb der berühmte Barockprediger Abraham a Santa Clara diese Stadt.
Kunst und Religion haben hier eine einzigartige Tradition. "HIMMELSCHWER" - das war ein Netz von Ausstellungen, das sich vom Turm des Mausoleums bis zum Landesmuseum Joanneum spannte und eine neue Konfrontation alter und moderner Bildkonzepte inszenierte.
Nach Graz wanderte die imposante Schau im Sommer 2003 in die dänische Kunsthalle Brandts Klaedefabrik Odense.
die gespiegelte stadt

Die Installation "Die gespiegelte Stadt" ermöglichte neue Raumerlebnisse und ermunterte zur Reflexion über Vertrautes und Fremdes. Und sie brachte das Meer nach Graz.
"rock & rüstung"

Eine sinnliche Gegengeschichte zu den Geschichten vom Tod, die von den Rüstungen und Waffen im Grazer Zeughaus ausgehen, erzählten die in der Ausstellung gezeigten Kleider.
Unter das "Zeug" zum Menschenschlachten mischten sich weiche, bunte Stoffe: Gezeigt wurden Gewänder aus vier Epochen und vier (möglichen) Lebensphasen der Frau: Kindheit, Ehe, Schwangerschaft und Alter.

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